Der Begriff Stakeholder charakterisiert die Personen oder Gruppen, die Ansprüche an oder Eingriffsmöglichkeiten in das Unternehmen haben und die deshalb als relevant einzustufen sind.

* Das Ziel des Stakeholder-Value-Ansatzes ist in erster Linie eine langfristige Unternehmensentwicklung

* Dabei stehen die Interessen der Stakeholder (Kunden, Mitarbeiter, verbundene Unternehmen, die Gesellschaft,... ) stärker im Vordergrund der Unternehmenszielsetzung.

* Die Unternehmenspolitik zielt damit besonders auf die Identifizierung und Schaffung neuer Erfolgspotentiale, entsprechend wird dieser Ansatz als entwicklungsorientierte oder progressive Unternehmenspolitik bezeichnet.

Weitere Anmerkungen zum Stakeholder-Value-Ansatz:

* Es ist fraglich, ob sich die Vorstellung einer gleichzeitigen und möglichst gleichwertigen Berücksichtigung der Ziele aller Interessengruppen in einer marktwirtschaftlich orientierten Wirtschaftsordnung empirisch bestätigen lässt.
* Es ist unklar, wie sich die heterogenen Zielvorstellungen der Interessengruppen zu einem messbaren Stakeholder-Value zusammenfassen lassen können.
* Aufgrund der sich permanent wandelnden Engpässe erlangen die Ziele der Stakeholder selten einen gleichrangigen Stellenwert. Die Unternehmensführung wird sich immer an der Anspruchsgruppe ausrichten, die über eine Ressource verfügt, die für die Zielerreichung ein kritischer Erfolgsfaktor ist.
* Daneben lassen sich die Ansprüche aller Stakeholder nur dann befriedigen, wenn vorher ein Wert für die Anteilseigner geschaffen wurde und damit ein solider Handlungsspielraum geschaffen worden ist.

Beide Positionen – Stakeholder-Value und Shareholder-Value – sind als komplementär anzusehen.